Autor: David Regner

Recap 01/2019

Recap 01/2019

Uff. Neues Jahr, altes Problem: Zeitmangel. Gerade der Januar hat gleich vier Deutschrapalben geliefert, die ich mir viel zu gern in einer Review vorgenommen hätte. Aber das sollte nicht sein. Daher gibts in diesem Monatsrecap einfach ein paar der Gedanken zu den Alben von Döll, Yassin, Dendemann und LGoony, die es sonst wahrscheinlich in die Review geschafft hätten und hier eben lose reingeschmissen werden.

Read More Read More

10 Alben

10 Alben

2018 ist am Ende. Musikalisch hätte es durchaus besser sein können, aber was soll die Meckerei zum Jahresabschluss. Die ändert eh wenig an den Strukturen, die langweilige Musik eben gerne nach vorne bringen, solange sie sich verkauft. An dieser Stelle sollen lieber zehn gute Alben gewürdigt werden, die Musikhören zu einer sinnvollen Angelegenheit gemacht haben.

Read More Read More

24 Hits für Dezember 2018

24 Hits für Dezember 2018

Wenn man schon keine Zeit mehr findet, um anständig lange Beiträge zu schreiben, kann man wenigstens kurze Pieces mit wenig Substanz raushauen. Das gilt nicht nur für die deutsche Medienlandschaft, sondern seit ein paar Monaten auch für den Blog. Wobei ich eigentlich auch kaum kurze Sachen veröffentlicht hab. Naja.

Damit der Dezember noch gefüllt wird, gibts ab jetzt jeden Tag einen guten Track aus 2018, der hier in den Beitrag gepackt wird. Bis wir bei 24 sind. Denn wenn schon wenige sehr gute Alben rauskommen, kann man sich immer noch an ein paar Singels oder random ausgewählten Songs erfreuen.

Read More Read More

Recap 11/18

Recap 11/18

Es ist ein sehr gutes Gefühl diesen Recap für November 2018 zu schreiben, denn das bedeutet, dass das Jahr bald vorbei ist. Sind wir ehrlich: 2018 war musikalisch alles andere als geil. Deutschrap kann man zu einem Großteil in die Tonne kloppen und selbst aus den Staaten kam dieses Jahr nicht die krasse Menge an guten Releases, zumindest nicht von den größeren Rapper*innen. Ein Glück das 2019 bald kommt und mit Yassin, Döll und Dendemann schon mal einen dopen Januar verspricht. Genau diese Künstler haben auch die Highlights im November gesetzt und bringen immerhin ein wenig Farbe in den eintönigen Musikschwall.

Read More Read More

Rising | Black Honey live im Molotow

Rising | Black Honey live im Molotow

Um wen geht’s?

Black Honey kommen aus Brighton, machen schon seit einigen Jahren Musik, haben es allerdings erst in diesem Jahr geschafft ihr selbstbetiteltes Debütalbum herauszubringen. Davor waren sie unter anderem schon mit Royal Blood als deren Vorband unterwegs und haben dort ihre einzelnen Tracks bzw. EPs performt. Alles wichtige über diese Zeit könnt ihr eigentlich in diesem Interview von mir nachlesen. Klassich könnte man Black Honey zwischen Alternative und Indie Rock einordnen, allerdings suchen sie sich immer wieder Nischen und lassen viele andere Einflüsse in die Tracks einfließen. Das Debütalbum bedient sich vor allem am Pop, setzt auf dancy Sounds und packt härtere Gitarrenklänge dazu, wenn es passt.

Worauf konnte man sich gefasst machen?

Auf den gewissen Glamour-Faktor, der in der extrovertierten Art von hauptsächlich Fronfrau Izzy Baxter omnipräsent ist. Sie zeichnet sich für viele der Videoideen verantwortlich und sorgt dafür, dass die Band nicht nur wegen ihrer Musik, sondern auch dem Gesamtkonzept wahrgenommen wird.

Was für Leute gehen auf ein Black Honey Konzert?

Größtenteils junge Leute, die entweder Glück hatten mal einen guten Song in ihrem wöchentlichen Spotify-Mix zu finden oder gerne in den Online-Ausgaben von britischen Musikmagazinen lesen. Und dazu noch ältere Herrschaften, die wahrscheinlich öfters kleinere Rockkonzerte besuchen, um die aufstrebenden Star von morgen zu sehen. Look des Abends: Slim T-Shirt und schwarze Röhrenjeans.

Was ging beim Konzert?

Support

Vorband waren PINS aus Manchester. Die spielen auch schon seit einigen Jahren zusammen, haben schneller als Black Honey ein Debütalbum hingekriegt, in letzter Zeit aber eher mit einzelnen Songs und EPs weitergemacht. Die Band besteht komplett aus Frauen und knüpft damit ja schon an Black Honey an, wo Izzy den Ton angibt. Bass, Gitarre und Gesang sind bei PINS fest besetzt, die Schlagzeugerin scheint immer mal wieder zu wechseln und taucht auch auf Pressefotos nicht auf.

Die klassische Instrumentenverteilung wird noch durch einen Syntheziser ergänzt, der ab und zu dafür sorgt, dass mehr Fläche und Power in den Klang gerät. Beim Reinhören vor dem Konzert wirkten die Songs durchaus getragen und mit einer Schwere und Langsamkeit ausgerüstet. Der Auftritt von PINS ist allerdings deutlich energiereicher gestaltet, die Anlagen von kleineren Locations sind natürlich auch viel besseren mit kraftvollem Rock als detailverliebten Kompositionen zu bespielen. Oft mischt sich gerade im Bass ein elektronisch-verzerrendes Brummen unter, das für einen guten Groove sorgt. Der Synhtie wird auch für Loops benutzt, die Drummerin hat noch ein paar elektronische Pads zu Verfügung, die für ein paar schöne Claps sogen. Damit ist der Klang sehr abwechslungsreich, Sängerin Faith Vern singt mit tiefer Stimme, die der von Izzy schon sehr ähnlich ist und organisiert die Show im gold-glitzernden Outfit. Dabei kommt sie herunter zum Publikum, animiert zum Mitmachen und hat das, was man „Bühnenpräsenz“ nennt. Die Riffs sind sehr catchy, die Refrains zum Mitsingen und alles wirkt deutlich kraftvoller, als in manchen Studioaufnahmen. Bleibt zu hoffen, dass einige der Songs bereits neues Material waren und demnächst auf einem Album erscheinen werden. Der Unterhaltungsfaktor war trotz des kurzen Auftritts sehr hoch.

Black Honey

Black Honey kommen zu einem abgespielten Instrumental eines eigenen Songs auf die Bühne und lassen erst einmal ihre Instrumente für sich sprechen. Wie schon bei PINS wird deutlich, dass sich der Auftritt deutlich mehr nach der „alten“ Ausrichtung der Band und damit mehr nach Alternative Rock als nach Popeinflüssen anhört. Das passiert auch bei einem Teil der neuen Songs, weswegen die Übergänge zwischen älteren Veröffentlichungen und den neuen Tracks auch nahtlos funktionieren.

Gut eingespielt wirkt die Band in jedem Fall, der Laden ist zwar nicht komplett voll geworden, trostlos leer sieht es allerdings auch nicht aus. Genau die Stimmung, die  aufstrebende Bands bei einer Solotour in fremden Länder eben mitnehmen. Izzy bittet zwischendurch das Publikum weiter nach vorne, um mehr Nähe zu schaffen, der Rest der Band spielt mit Elan, hält sich aber in Sachen Ansagen zurück. Genauso wie der Stil ihrer Songs ist auch der Stimmeinsatz von Izzy sehr variabel gestalltet, kann oft sehr tief werden, schreit aber auch gerne in schrilleren Lagen ins das goldene Mikrophon. Dazu kommt die Gitarre von Chris Ostler mit verschiedenen Effekgeräten tragend zum Einsatz und sorgt für die wilderen Soloparts und Verrenkungen in Richtung des Verstärkers auf der engen Bühne.

Der Mix fällt an Songs fällt im Endeffekt klassisch aus, neben den größtenteils heftigeren Tracks wird ab und zu eine Pause und Raum für akustischere Werke gemacht. Trotz nur eines Albums gibt es eine ganze Reihe an vorher veröffentlichten Titeln, von denen die bekanntesten auch gespielt werden. Den Schlusspunkt darf Hitsingle „Midnight“ übernehmen, bei der der Syntheziser nochmal auf Hochtouren gebracht wird.

Der geilste Live-Song?

Ist „Into The Nightmare“. Der Song wurde zusammen mit Mike Kerr von Royal Blood geschrieben, mit denen Black Honey auf Tour waren. Dementsprechend bekommt der Bass hier auch einen etwas höheren Stellenwert, als in den restlichen Songs der Band. Live und mit mehr Distortion als auf dem Album knallt die Bassline hier wunderbar rein und wirkt neben dem gehauchten Gesang von Izzy sehr kontrastreich. Der Song zeigt die verschiedenen Stärken der Band gut komprimiert, ohne dabei gezwungen zu wirken und ist auch eine der Nummern, die die Leute mitreißen kann. Genau deshalb werden Black Honey das nächste mal wahrscheinlich auch ihre Location ausverkaufen können.

Fazit

Ein starkes Konzert von zwei Bands, die Rockmusik mit Anspruch und viel Willen zur Kreativität spielen. Die kleinen elektronischen Spielereien im Equipment heben den Sound aus der Menge heraus und zeigen, dass der Weg, gerade für Black Honey, sich noch richtig gut entwickeln kann. Solange kein Major in die musikalische Ausrichtung reinlabert. Fingers crossed.

Post Brexit Depression | Acts Of Fear And Love von Slaves

Post Brexit Depression | Acts Of Fear And Love von Slaves

 Warum Slaves mit Acts Of Fear And Love?

Punk ist ziemlich tot und Slaves bringen ihn ganz sicher nicht zurück. Mit dieser Rolle haben sie allerdings zwei mehr als akzeptable Studioalben rausgehauen, spielen weiterhin nur mit zwei Instrumenten und sind eben so unbequem, dass man zur Musik noch Post-Punk sagen darf. Das ist doch ein Anfang.

Read More Read More

Die assoziative Review: Coupe De Grace von Miles Kane

Die assoziative Review: Coupe De Grace von Miles Kane

Introducing: Ein neues Format. Mit dem Titel „Die assoziative Review“. Entstanden, weil ich nicht immer Zeit habe eine richtige Review zu schreiben. Das Konzept besteht deswegen daraus, dass ich mir ein aktuelles Album anhöre und währenddessen aufschreibe, was mir dabei einfällt. Das macht höchstwahrscheinlich mehr Spaß beim Schreiben als beim Lesen, but why should I care?

Read More Read More

Das Leben zu bewältigen | Swimming von Mac Miller

Das Leben zu bewältigen | Swimming von Mac Miller

Warum Mac Miller mit Swimming?

Eigentlich war die  Freude auf Astroworld von Travis Scott diese Woche ziemlich groß. Das hat sich auch nicht geändert, das Album ist tatsächlich stark geworden. Mac Millers Release schien da irgendwie unwichtiger, das hat sich aber nach kurzem Reinhören geändert. Außerdem gibt es hier im Blog generell eher wenig Softkontent, daher mal ein Schritt in diese Richtung.

Read More Read More