Die assoziative Review: Coupe De Grace von Miles Kane

Die assoziative Review: Coupe De Grace von Miles Kane

Introducing: Ein neues Format. Mit dem Titel „Die assoziative Review“. Entstanden, weil ich nicht immer Zeit habe eine richtige Review zu schreiben. Das Konzept besteht deswegen daraus, dass ich mir ein aktuelles Album anhöre und währenddessen aufschreibe, was mir dabei einfällt. Das macht höchstwahrscheinlich mehr Spaß beim Schreiben als beim Lesen, but why should I care?

Besser als Feuilleton, immer noch ausführlicher als manch andere Online-Rezension und dazu extrem dumm. Könnte mir kein gelungeneres Format vorstellen. Im Idealfall hört man sich das Album dabei auch noch an und verfolgt Track By Track.

Für die erste Ausgabe gibt es: Miles Kane mit seinem Album „Coupe De Grace“. Schreibdauer: 31 Minuten. Lesedauer : 2-31 Minuten

Too Little Too Late

Kommt hier gleich mit ordentlich Dampf rein. Klassischer Energy-Opener. Kann man so machen.

Cry On My Guitar

Vorauskopplung mit Video und daher schon länger im Ohr. Auch hier gibts musikalische Simpelheit, die allerdings durchschlagend ist. Ist textlich auch nicht schwer zu deuten, aber erklärt immerhin seine wahrscheinlich besten musikalischen Einfälle. Ich hab wirklich keine Ahnung, warum er sich in dem Video prügelt.

Loaded

Nette, satte Drums für das richtige Rockfeeling mit (schon wieder) einer sehr simplen, aber catchy Umsetzung. Dann ein Refrain von Lana Del Rey. Ich würde gerne mal bei einem gemeinsamen Texten von ihr, Miles Kane und Alex Turner dabei sein, einfach um zu sehen, wie sie zusammen in einem Zimmer hocken und sich gegnseitig Textzeilen an den Kopf werfen. Auf jeden Fall ein richtiger Hit, ohne allzu sehr auf Gitarren zu setzen.

Cold Light Of The Day

Wurde wahrscheinlich von der Freien Radikale eingespielt. Warte noch auf den Dendemann-Part. Die Muster der Tracks sind ungalublich ähnlich. Trotzdem ist auch der hier nicht überflüssig und macht weiter Bock.

Killing The Joke

Ok, jetzt doch mal Akustikscheiß. Arctic Monkeys Type Beat. Der Refrain ist dann tatsächlich mal langweilig, das ist viel zu Klischee-Balladenhaft. Ansonsten noch ein paar textliche Anspielungen auf eine TV-Show und die Unzufriedenheit mit sich selbst. Naja.

Coup De Grace

Titeltrack! Er spricht das „Grace“ wie „Gra“ aus. Warum? Auf jeden Fall coole Funkgitarren, plus eine passende Bassline. Diese Lebendigkeit passt viel besser zum Album. Es wurde viel Wert auf einen fetten, sauberen, leicht bassigen Sound gelegt. Das klingt vielleicht nicht sehr aufregend, dafür aber vollwertig und irgendwie klinisch gut.

Silverscreen

Klar, ein Track der von Toms getrieben wird, musste auch noch rein. Wieder sehr fix und im Refrain mit mehreren Spuren zu einem vielschichtigen Sound geführt. Hat was vom letzten Eagles Of Death Metal Album. Wenig Text, schnelles Spiel, kurzer Track, guter Track.

The Wrong Side Of Life

Stimme fadet geheimnisvoll ein. Dann Akzente von Gitarre und Drums und mal ein extrvortierter und bedeutungsschwangerer Gesang von Miles Kane. Gute Abwechslung. Die Strophen sind textlich und musikalisch auf den Punkt. Der Rest eher nicht. Aber: Miles ist auf jeden Fall deep in Love.

Something To Rely On

Ja, jetzt gehts darum, was er eigentlich im Leben sucht. Nichts Ausgefallenes, nur stabil muss es sein. Nimmt man ihm ab. Der Song geht auch klar, aber was ist das immer mit den Gitarrensoli, die die Melodie 1:1 nachspielen. Fand das schon einmal irgendjemand aufregend?

Shavambacu

Letzter schon. Es geht um Französisch und die Aussprache und daher auch der Titel. Ok. Musste jetzt googlen was „je t’aime beaucoup“ heißt. Wüsstet ihr das? Der Track hat etwas von einem fröhlichen Volkslied, zumindest im Refrain. Hier klimpert das Piano echt ganz schön rum, ohne richtig herauszubrechen.

Alltogether

Es ist ein ziemlicher Ritt durch Coupe De Grace von Miles Kane. Die Songs sind schnell, die Texte kurzweilig und die Energie spürbar. Sollte man einfach mal zwischendurch anhören und kommt bestimmt immer gut an.

Hier noch ein Video vom NME. Wie englisch kann sich ein Musiker eigentlich verhalten?

Note

7/10

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