Recap 05/2018

Recap 05/2018

In einem Monat passiert meistens mehr, als in einzelnen Beiträgen besprechen kann. Daher gibts ab jetzt zum Ende eines Monats ne kurze Besprechung aller Dinge aus dem vergangenen Monat, die erwähnenswert sind.

Kid Simius – La Hacienda

Der spanische Matador Kid Simius hat für dieses Jahr ein Album angekündigt und so langsam folgen die ersten Ausschnitte vom selbigen. Nachdem der DJ und Produzent zuletzt eher mit House unterwegs war und auch fleißig in Clubs auflegt, geht der neue Track stark in Richtung Disco. Die Bassline ist fantastisch und sehr dancy. Irgendwann nach dem Festivalsommer kommt dann hoffentlich die ganze Platte.

Musikvideo von NxxxxxS

Instrumental-Alben sind geil. Gerade im deutschen Rapgame bin ich oft sehr froh, wenn die guten Produzenten ab und zu ein Solo-Projekt droppen und den geneigten Raphörer vor sinnentleerten Lyrics bewahren. Ein echter Meister dieser Kunst ist auch NxxxxxS, der aus Frankreich kommt und regelmäßig instrumentale Trap-Bretter baut. Für sein letztes Projekt „Friendzone“ hat er sich allerdings RapperInnen ins Boot geholt und von denen seine Beats veredeln lassen. Aus diesem Album wurde im Mai der Track „FANTAISIE PRINTANIÈRE“ zusammen mit Timothée Joly als Video veröffentlicht. Der Song ist stark, das Video sehenswert, das ganze Album läuft immer noch auf Dauerschleife.

Yung Hurn – 1220

Anfang Mai stand auch noch das neue Album von Yung Hurn an. Für ne Review hatte ich keine Zeit, überzeugt hat mich das Album allerdings eh nicht. Vielleicht liegt das nur an den neuen Songs, von denen ich den Großteil eher belanglos fand, vielleicht spielt die Kommerzialisierung dieser Kunstfigur inklusive Deluxe-Box dabei auch eine Rolle. Die beste Rezension, die ich zum Album „1220“ gelesen habe, findet ihr bei The Phantom Sip. Mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen, denn…

Caramelo – Sirius B

Ebenfalls aus dem Hause LFE hat Rapper Caramelo ein Album mit dem Titel „Sirius B“ herausgebracht. Ich persönlich finde das deutlich besser, als Yung Hurns Album, allerdings sind die Stile der beiden auch nicht direkt vergleichbar. Denn während Yung Hurn schon immer mehr Trap im Sinne von Cloud Rap vorgelegt hat, lässt Caramelo seine Musik vom düsteren Memphis-Style beeinflussen. Auf Sirius B zeigt sich Caramelo oft von seiner verliebten Seite, liefert nebenbei aber auch einige Banger. Favourite Track: „Kein Stress“. Favourite Banger: „X2“. Der Track zur Verdoppelung „X2“ kommt mit dauerhaft röhrendem Bass, den ich zum Realeaseday gleich aus der PA der Alten Damenhandschuhfabrik hören durfte, weil Lex Lugner dort aufgelegt hat. Was mich zum nächsten Thema führt.

Konzerte im Mai

Denn in der DHF in Leipzig gab es im Mai gleich zweimal Live-Rap, den ich mir reingezogen habe. Die erste Show bestand aus der Mofo-Invasion von Morlockk Dilemma und Hiob. Da es auch ein neues Instrumental-Album von Morlockko Plus gibt, machte der Besuch gleich doppelt Sinn und es gab sowohl gute DJ-Sets, als auch guten Live-Rap. Die DHF war außerdem rappelvoll und die Mofo Invasion damit ein voller Erfolg.

Deutlich leerer sah es letzte Woche aus, als ich mir Joey Bargeld angeschaut hab, der im Rahmen der sechsten Ausgabe von „Get Rich“ am Start war. Die Serie ist mehr Partyreihe, als Konzertreihe, trotzdem sind die Rapper eigentlich immer einen Abstecher wert, egal ob man noch richtig feiern will oder nicht. Die Leipziger Raphörer haben das anscheinend anders gesehen und Bargeld vor nur ungefähr 30 Leuten im Publikum auftreten lassen. Der Gig war dann auch recht kurz, hatte allerdings einen unveröffentlichten Song als Highlight, der mit HipHop oder Trap-Beats gar nichts mehr zu tun hat. Dieser Rocksong wird der beste Song des Jahres, I promise! Wenn er dann auch mal rauskommt. Denn die neue EP von Joey Bargeld sollte eigentlich schon erschienen sein, wenn man den Aussagen bei KitschKrieg FM glaubt. Wird auf jeden Fall Zeit. Bis dahin kriegt man in der Radioshow schon mal einen Vorgeschmack, wie die neue EP klingen wird.

Außerdem haben Sleaford Mods aus England ein Konzert im beatpol in Dresden gespielt. Die Location war sehr voll und auf der Bühne wurde abgeliefert, wie auch das Titelbild des Beitrags beweist. Besonders die häufigen Tanzeinlagen von Sänger Jason sind zu loben. Zwischen eleganten Drehungen und einem Shirt, das ihm immer wieder den Bach hochrutschte, wurde außerdem eine ganze Menge gespuckt. Das ließ sich mit der richtigen Hintergrundbeleuchtung wirklich beeindruckend beobachten und unterstrich ziemlich treffend die Aussage der meisten ihrer Songs. Das Konzert war den Besuch mehr als wert und auch Vorband „No Waves“ aus Dresden hat einen starken Auftritt hingelegt.

Ghanaian Stallion – Future Soul

Instrumental-Alben sind geil. Gerade im deutschen Rapgame bin ich oft sehr froh, wenn die guten Produzenten ab und zu ein Solo-Projekt droppen und den geneigten Raphörer von sinnentleerten Lyrics bewahren. Shit, das hab ich ja vorhin schon geschrieben. Nun denn, auch Produzent Ghanaian Stallion hat ein Instrumental-Projekt veröffentlicht. Anders als bei NxxxxxS, geht es hier deutlich ruhiger zu, obwohl die Piano-Vibes oft mit Drums im Trapmuster unterlegt werden. Nichts für eine Party, dafür sehr entspannt und vielleicht passend, wenn man in Ruhe einen durchziehen will. Favourite Track: Wild Blue Yonder. Vom second favourite Track gitb es sogar schon ein Video.

Gorillaz are back with Jack Black

Gorillaz haben zwar erst im letzten Jahr ein leider mittelmäßiges Popalbum herausgehauen, sind aber bereits mit einem neuen Longplayer am Start. Die Platte heißt „The Now Now“ und wird Ende Juni erscheinen. Da Murdoc zurzeit im Knast sitzt, brauchten die Comicfiguren eine Aushilfe als Sänger. Diesen Part übernimmt leider nicht Jack Black, sondern ein neues Gesicht mit dem Namen „Ace“. Jack Black ist allerdings Star des ersten Videos, das mit „Humility“ betitelt ist. Der Sound ist wieder sehr poppig, es gibt diesmal jedoch deutlich weniger Features auf dem Album, weshalb die Hoffnung auf Besserung weiter besteht. Summer-Vibes hat der Song zumindest. Stay sweaty!

 

 

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