Recap 07/2018

Recap 07/2018

Es ist heiß. Wirklich sehr heiß. Im Recap für den Juli gibt es daher mindestend eine 50%-Quote an Tracks, die man am besten hören sollte, während man im Pool liegt.

Underworld x Iggy Pop

Eine Kollaboration der sehr strangen Art haben Underworld und Iggy Pop geliefert. Damit trifft Elektro und Techno auf die erotischste alte-Männer-Stimme im Musikbusiness. Beide Parteien haben schon für den Film „Trainspotting“ Musik beigesteuert, dabei allerdings getrennt. Für den zweiten Teil sollten dann bereits gemeinsame Songs kommen, die es allerdings nicht in den fertigen Film geschafft haben. Daraus entstand die EP mit vier längeren Tracks, die relativ spontan in einem Hotel recordet wurden.

Pooltauglichkeit: Nope

King Nun – Chinese Medicine

King Nun sind eine ziemlich fantastische Alternative-Hoffnung aus dem UK, zumindest wenn man ihre bisherigen fünf veröffentlichten Songs schon werten kann. Der neueste Song ist „Chinese Medicine“, der zwar ein bisschen poppiger als die vorigen Tracks gestaltet ist, aber trotzdem schön kurzlebig reinknallt. Ankündigungen von einer EP oder sogar einem Debütalbum hab ich noch nicht gelesen, auf Insta gibt es allerdings seit einiger Zeit ziemlich fantastische Fotos von der Band, die vielleicht auf ein Artwork hindeuten, eine kleine Tour ist auch schon angekündigt.

Polltauglichkeit: Hell Naw!

Neue Musikvideos

Zwei der interessantesten Rockalben aus 2018 haben ihr Gesamtkunstwerk um jeweils ein Video erweitert und dabei mehr als abgeliefert. Zugegeben, das Arctic Monkeys Album hat nicht überzeugen können. Die Videoarbeit zu „Four Out of Five“ allerdings schon und direkt daran anknüpfend ist im Juli das Video zu „Tranquility Base Hotel & Casino“ erschienen. Dort ist Alex Turner im eben jenem Hotel/Casino zu sehen und geht den ALltagsgeschäften auf msytische Art und Weise nach. Die Optik ist an das erste Video angelehnt, viele Elemente wiederholen sich und lassen kryptische Interpretationen zu. Faszinierend ist es auf jeden Fall, wenn Alex zum Hörer greift und mit starrem Blick zur Kamera den Anrufer begrüßt. Noch besser wird es, wenn der Hörer ein Batman-Logo ist und das „Batphone“ damit gleich auf zwei Weisen seiner Bestimmung nachkommt.

Pooltauglichkeit: Maybe

Ein deutlich besseres Album gab es von Jack White, der mit seinem ebenfalls zweiten Video etwas sehr ausgefallenes gemacht hat. Begleitet wird das Video vom Song „Corporation“, der auf dem Album eher simpel rüberkam, was auch an den kurz gehaltenen Lyrics lag. Mit dem Video liefert Jack White nun die Antwort darauf, was er mit dem Begriff der „Corporation“ gemeint hat und lässt dabei eine kurze Geschichte für sich sprechen. Er versteht den Begriff in seiner ursprünglichsten Bedeutung als eine Gruppe von Leute, die als Einheit agieren. Ein ziemlich starker Kurzfilm mit einem toten Jack White als Ausgangspunkt.

Pooltauglichkeit: YES

MCNZI – The Funk

Kommen wir nach Deutschland und begeben uns direkt nach Berlin. Dort hat Regime-Rapper MCNZI seinen Bunker verlassen und sich mit eigenem Boot an den See begeben, um dort einen Sommerhit zu performen. Der trägt den Titel „The Funk“, bringt smoothe Vibes an die HörerInnen und wirklich niemand bringt deutsche Worte wie „Sekt auf Eis“ so elegant in einem englischen Text unter wie MCNZI.

Pooltauglichkeit: Oh Yeah

Ecke Prenz – Changes (1055) // Grüße

Ecke Prenz veröffentlichen ihr gemeinsames Debut im August und bringen mit ihrem ersten Video viel Vorfreude. Breaque und V.Raeter, die sonst viele Dinge mit normalen Rapppern machen, verbinden hier HipHop und elektronische Klänge zu einem eingängigen Sound. Den kann man sich anhören, während man durch die Hood spaziert, im Park chillt oder eben im Pool planscht. Das Album könnte das Release des kanllenden Sommers werden, jetzt heißt es nur noch drei Wochen zu warten.

Pooltauglichkeit: 100%

Donvtello – Ich dachte das weißt du (RmX)

Aus seinem letzten Album „La Donatello“ hat Donvtello den Remix von „Ich dachte das weißt du“ mit einem Video ausgestattet. Die Features können sich nicht nur sehen lassen, sondern stellen auch eine sehr verrückte Mischung da. Was soll man noch groß sagen wenn Haiyti den Song mit einem Part startet und er von KDM Shey in seinem unnachahmlichen Stil beendet wird? Absoluter Untergrundhit, auch ein halbes Jahr nach dem Release des Albums.

Pooltauglichkeit: Jo

MC Smook – Alberner Alman

Ja, die Zeit mit MC Footsoccer auf Twitter war ganz witzig. Ich bin aber auch sehr froh, endlich wieder MC Smook zurück auf allen Kanälen zu haben und gleich neues Material geliefert zu bekommen. Im neuen Song philosophiert Mister Smook über das Almansein, seine Aktionen der vergangenen Zeit, die einen kleinen Trikothype, Kalenderverkäufe und eben einen Haufen Tracks einschließen. Dazu gibt es Videomaterial aus seinem Urlaub, in dem er hoffentlich noch ein paar weitere Hits geschrieben hat.

Pooltauglicheit: TOOOOOR! 🇧🇪

Das wars auch schon. Stay sweaty! Nächsten Monat gibts dann eine Ausgabe, die nicht so männerlastig ist.

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